Damenmode im Wandel - 60er/heute
Die Damenmode unterliegt seit jeher einem steten Wandel. Ein Rückblick auf die modischen Extravaganzen vergangener Jahrzehnte kann ebenso faszinierend wie amüsant sein.
Das Titelbild des Versandhauskatalogs von Wenz Mode aus dem Jahr 1961 ziert eine junge Dame im schicken Kostüm, selbstverständlich mit Hut und Handschuhen - ein für diese Zeit sehr typisches Outfit. Der Minirock, dessen Rocksaum mindestens zehn Zentimeter über dem Knie angesiedelt war, galt zunächst als Provokation. Das umstrittene Kleidungsstück fand jedoch schnell Akzeptanz in allen Gesellschaftsschichten.
Die späten Sechziger und frühen Siebziger wurden bunt und unkonventionell. Der Transparentlook ließ tief blicken, der Weltraumlook mutete futuristisch an, Blumenkinder trugen lange, weite Röcke, Jeans, Schlaghosen und - natürlich - Blumen im Haar.
Der Disco-Style der Siebziger ließ es glamourös glitzern. Zu den Klängen von Abba tanzte man in engen Catsuits und schimmernden Materialien. In den achtziger Jahren hielten Schulterpolster und Leggings Einzug. Übergroßer Modeschmuck zierte Hals und Ohren, Schweißbänder und Stulpen gingen einher mit dem neuen Trendsport Aerobic. Grunge und Hip Hop machten die Mode der 90er leger, Holzfällerhemden, Jeans und Baggy Pants sorgten für einen Wohlfühleffekt. Millefleur-Kleider waren ein femininer Aspekt der Damenmode.
In der heutigen Mode feiern die 70er und 80er ihr Comeback. Leggings und Fledermausärmel gehören zur aktuellen Mode. Im kommenden Sommer wird man sicher auch einige Maxikleider entdecken, die an die Blumenkinder von einst erinnern.