Mode der Sechziger Jahre
Wie sich keine Entwicklung in der Mode jemals völlig unabhängig von ihrem Kontext vollzogen hatte, so war auch die Entwicklung 60er Jahre Mode stark an die politische, gesellschaftliche, technische und individuelle Entwicklung von Land und Menschen gekoppelt. Vieles, bisher nicht weiter hinterfragtes, geriet in der Zeit des Wirtschaftswunders der beiden Nachkriegsjahrzehnte ins Wanken.
Die 60er Jahre Mode (Mode = Damen-Kleider.info) zeichnete sich somit durch eine neue Linie aus. Der Minirock sollte dabei provokant aber auch praktisch die Modewelt der Damen durcheinander wirbeln. Vorbei waren die Zeiten der stark Konservativen Mode Stile. Es wurde mehr gezeigt und es begann eine Revolution in der Mode Welt. Selbst die Herrenkleidung wurde durch Hippiestile extrem provokant und baute nie dagewesene revolutionäre Gegensätze aus.
Viele große technische Neuerungen ließen in den Menschen ein neues Bild der Welt und des Leben wachsen. Viele riss der erste Flug zum Mond aus ihrer Lethargie und der Glauben an die Möglichkeiten der Technik war nicht mehr aufzuhalten. Durch Wirtschaftswunder und die einzige Zeit der Vollbeschäftigung in der Geschichte Europas, war die Kaufkraft enorm - man konnte und wollte sich nach Jahren der Entbehrung wieder etwas leisten.

Oswald Kolle und die Erfindung der Antibabypille brachten das gesammte Gesellschaftsbild ins Wanken. Die sexuelle Revolution war geboren, ein neues Selbstwertgefühl, vorallem der Frauen, das natürlich auch in der Mode ihren Wiederhall fand, erwachte.
Großen Einfluss auf die Mode dieses Jahrzehnts übte ebenfalls die bildende Kunst aus. Die Künste entwickelten völlig neue Stilrichtungen, die sich zum ersten mal auch das gesellschaftliche Leben ansprachen, untersuchten uns auch kritisierten. Die Pop-Art untersuchte mit eigenwilligen Methoden das gerade erwachte Leben und die Grundlagen der Konsumgesellschaft, oft als provozierend empfundene Muster, Farben und Formen, die sich auch in der Mode wieder fanden, reizten das noch konservative Auge.
Auch die in den 60er Jahren geborene Musikrichtung des Beat, die dem Rock n`Roll der 50er nachfolgte, beeinflusste die Gesellschaft, vor allem die Jugend stark. Mit den neuen Rhythmen und Tanzbewegungen war ein neues Körper- und Lebensgefühl erwacht, die sich in den Modestilen wiederspiegelten.
Die neuen Vorbilder der Jugend, die meist dem Musikmetier entstammten und die selben Vorlieben wie ihr junges Publikum pflegten, trugen die neuen Ideologien weiter. Die Beatles, Jimi Hendrix uns Bob Dylan sind nur einige Vertreter um die der völlig neu entfachte Star- Kult gewebt wurde.
Ein wichtiges Bindglied zwischen Star und Anhängern stellten die inzwischen aktiven Massenmedien dar, die in der Lage waren, neue Trends in kürzester Zeit unter riesigem Publikum zu verbreiten.
Modisch betrachtet gaben in den 60er Jahren vorwiegend die jungen Käufer den Ton an. Da die Älteren weiter beim eher konservativen Kleidungsstil der Nachkriegsjahre blieben, forderte die Jugend eine Trendwende in der Mode, die dem neu erwachten Selbstbewusstsein und dem Gefühl ihrer Selbstbestimmtheit entsprach. Als im Jahr 1967 zum ersten mal in der Geschichte der Mode 60% aller Artikel von Teenagern erworben wurden, mussten alle Modelabels erkennen, dass es an der Zeit war, die antiquierte Verkaufspraxis zu verändern.
Mehr Infos zur 60er Jahre Mode finden Sie hier. Oder lernen Sie die 70er-Kleidung oder 80er-Kleidunge kennen.